Die Vogalonga in Venedig Die Vogalonga in Venedig
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Die Vogalonga in Venedig

Rudern, Einfallsreichtum und viel Kraft!

Die Vogalonga in Venedig gehört zu den wichtigsten Ruderwettrennen im venezianischen Frühling. Am vierten Sonntag im Mai versammeln das Organisationskomitee zusammen mit der Stadtverwaltung Venedigs hunderte von verschiedenen bunten Ruderbooten. Jedes davon hat eine Strecke von 30 Kilometern zu rudern, die von der Insel Vignole bis hin zur Zollspitze den Großteil der Altstadt Venedigs berührt. Die Vogalonga ist eine Art Rudermarathon ohne Sieger, ihr edler Zweck ist es, auf das Problem der wellenschlagenden Motorboote aufmerksam zu machen. Die Ruderveranstaltung wird seit 26 Jahren abgehalten und gehört inzwischen zu den typischen Veranstaltungen Venedigs.

Jedes Jahr treffen sich tausende von Ruderbooten im Becken vom Markusplatz. Sie erwartet ein Kanonenschuss, der an einem Sonntagmorgen im Mai das Startzeichen gibt.

Unter den vielen Ruderrennen hebt sich die Vogalonga besonders hervor, da sie kein Wettbewerb, finanziell autonom ist und irgendwie handwerklich wirkt.Ein Zielpunkt des Events ist es nämlich auch, ein altes, in Vergessenheit geratenes Handwerk, wieder zu beleben: das Herstellen und Restaurieren antiker Ruderboote.

Endlich können die Venezianer und Nicht-Venezianer historische und malerische Ruderboote bewundern, die an den Prunk der Republik der Serenissima erinnern, dank einer Veranstaltung, die ohne öffentliche Gelder auskommt. Es werden auch keine Sponsoren akzeptiert und die Vogalonga unterscheidet sich von den anderen Veranstaltungen durch ihre Absicht, auf das Problem der wellenschlagenden Motoboote aufmerksam zu machen, prämiert werden Ruderkunst, Kreativität und der Spaß an diesem Sport.

Der Streckenverlauf führt die Teilnehmer an den aufregendsten und verstecktesten Winkeln der Stadt vorbei, ausgehend von den Inseln Vignole, Sant'Erasmo, San Francesco del Deserto, Burano, Mazzorbo und Murano und zurück durch die bekanntesten Kanäle der Altstadt im Stadteil Cannaregio und durch den Canal Grande. Ziel ist die Zollspitze im Becken vor dem Markusplatz.

Die Idee entstand im Jahr 1974 in einer bekannten venezianischen Familie, der Rosa Salva. Die Vogalonga in Venedig war von Anfang an ein großer Publikumserfolg und wird von der Presse, den Ruderclubs und der Stadt Venedig selbst als äußerst positiv eingeschätzt. Die Presse und das Assessorat für Tourismus, zusammen mit anderen Ämtern und dem Organisationskomitee verleihen die Medaillen und Teilnahmeurkunden und andere Preise an die Teilnehmer.

Jahr für Jahr verbucht die Vogalonga ihren Erfolg mit stets steigenden Teilnehmerzahlen, wobei diese immer internationaler werden. Touristen aus allen Ecken der Welt zeigen ihre Ruderkünste mit bizarren, malerischen oder einfach einmaligen Ruderfahrzeugen. Die Zuschauer können sich beim Anblick älterer deutscher Damen im 10-Sitzer-Kanu, dem chinesischen "Dragon Boats" oder den englischen Ruderbooten aus Oxford ein Lächeln kaum verkneifen!

Zugelassen werden Personen jeglicher Altersklasse und aus allen Nationen, vorausgesetzt sie besitzen ein Ruder, Einfallsreichtum und viel Kraft.