Das Fest des Heiligen Markus in Venedig Das Fest des Heiligen Markus in Venedig
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Das Fest des Heiligen Markus in Venedig

Geschichten und Legenden eines Heiligen und einer Rose!

Das Fest des Heiligen Markus in Venedig wird jedes Jahr am 25. April, dem Todestag des Evangelisten Markus und Schutzpatrons Venedigs, gefeiert. Der Tag ist reich an religiösen Feierlichkeiten und Prozessionen, die sich im Beisein der höchsten Persönlichkeiten zur Basilika begeben. Auf dem Markusplatz werden an verschiedenen Verkaufsständen die "Bocolo" (Rosenknospen) zum Verkauf angeboten, die Tradition will nämlich, dass die Männer an diesem Tag ihren geliebten Frauen eine Rose schenken: den Freundinnen, Ehefrauen und Müttern!

Deshalb wird das Fest auch "Festa del Bocolo" genannt, der heilige Markus hat zu Lebzeiten viele Leute im Veneto evangelisisert. Er wurde zum Symbol für Venedig, dargestellt wird er durch den beflügelten Löwen, ausgestattet mit Schwert und einem Buch, mit dem lateinischen Satz "Pax tibi Marce evangelista meus", (Friede sei dir, oh Markus mein Evangelist). Das Buch ist in Friedenszeiten geöffnet dargestellt, während der Kriege ist es zu und von einem blutigen, zum Himmel ragenden Schwert begleitet.

Versteckt unter einer Fuhre Schweinefleisch wurden die Markusreliquien 828 von den venezianischen Seefahrern Buono da Malamocco und Rustico da Torcello in Alexandria geraubt und nach Venedig überführt. Die Zollbeamten waren Muslims und ekelten sich vor dem Fleisch, deshalb wurde die Fracht nicht kontrolliert.

Der Markusdom gehört zu den meistbesuchten und meistbewundertsten Denkmälern der Welt und hat im Herzen der Venezianer eine Sonderstellung, nicht nur, weil sie dort ihren Schutzpatron verehren, sondern auch aufgrund der reichen Goldschätze in seinem Inneren, die die Republik Venedig zur Zeit der Serenissima als Beute nach Venedig brachten. Die goldene Tafel in seinem Inneren ist über und über mit Edelsteinen besetzt und ist geradezu ein Kultobjekt, weshalb sie auch hinter dem Hauptaltar aufbewahrt wird.

Mythologie, Religion und Tradition verbinden sich am 25. April zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu einem romantischen und fabelhaften Festtag. Das Fest des Heiligen Markus ist das Fest des Schutzheiligen der Stadt, zweier Legenden und verschenkter Rosen. Denn wie es die Tradition will, nehmen die Venezianer an diesem Tag an der Prozession teil, um den Tod des Evangelisten zu gedenken, die Männer schenken an diesem Tag ihren geliebten Frauen eine Rose. Deshalb wird das Fest auch "Festa del Bocolo" (Fest der Rosenknospe) genannt.

Der Ursprung geht auf die Geschichte und die Legende an zwei anderen 25. Apriltagen zurück. Ein Minnesänger und eine edle Dame konnten sich aufgrund der sozialen Distanz nicht in der ersehnten Liebe vereinen, deshalb versuchte er durch die Teilnahme an einem Kreuzzug die Distanz zu überwinden, er starb aber dabei und fiel, zu Tode getroffen, auf einen Rosenstrauch, wobei die weißen Rosen rot gefärbt wurden. Eine dieser Rosen wurde der Geliebten gebracht, und am nächsten Tag, einem 25. April, fand man sie tot auf dem Bett liegend, mit der Rose auf der Brust.

Die zweite Geschichte erzählt von der Liebe zweier Jugendlicher aus zwei verfeindeten Familien. An einem 25. April erblühte dank ihrer Liebe zueinander ein Rosenstrauch, der, seitdem die Familien im Streit lagen, nicht mehr geblüht hatte. Ein geheimnisvoller Rosenstrauch aus der Grabstätte des Heiligen Markus, der Schutzpatron Venedigs, schließt den Kreis aus Glauben, Mysterium und Romantik, der das Fest in Venedig umgibt.