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Das Brenta-Ufer bei VenedigDas Brenta-Ufer bei Venedig

Das Brenta-Ufer bei Venedig

Das Brenta-Ufer mit den venetischen Villen!

Das Brenta-Ufer bei Venedig erstreckt sich über folgende Ortschaften:

Der Fluss Brenta ist seit jeher ein für kommerzielle Zwecke befahrener Fluss, nicht nur tagsüber, auch in der Nacht fuhren auf ihm bei Fackel- und Laternenlicht große und kleine Boote nach Venedig, voll mit Mehl, Hülsenfrüchten, Kieselsteinen, Heu, Wein, Lämmer, Kälber und Ziegen, aus Venedig kamen Ladungen mit Gewürzen, Stoffen, Öl, Seifen, Glas, Bücher und Fisch.

Die Verbreitung der aristokratischen Villen entlang des Brentaufers von Malcontenta bis Stra ist ein Phänomen, welches in den zwei Jahrhunderten zwischen 1500 und 1700 die Macht Venedigs und die Neigung seiner höheren Gesellschaftsklassen zum Theatralischen bezeugte, auch im Moment seines Niedergangs, welcher zwischen aufleuchtender Prächtigkeit erfolgte.

Das Gebiet wurde nicht nur aufgrund der Schönheit seiner Landschaft ausgewählt, oder der ländlichen Gegend, die ohnehin Reichtümer bot, den Venezianern war das für sie kostbare Süßwasser wichtig, welches sie mit wasserdichten Kähnen nach Venedig transportierten.

Bevor das Brentaufer aufgrund seiner Villen bekannt wurde, war es das Ufer der Gasthäuser, in denen man essen und nächtigen konnte; bekannt waren auch die Poststationen und die Schleusen, die auch heute noch dazu dienen, die Höhenunterschiede im Wasser zu überwinden und in beide Richtungen fahren zu können.

Schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts war der Besitz einer Villa am Flussufer und ihre Nutzung in der warmen Jahreszeit mit Freunden und Bekannten ein starkes Statussymbol. Große Architekten und Maler wurden in Dienst genommen, von Palladio bis zum Conte Frigimelica, von Scamozzi bis Longhena, vom Zelotti bis Giannantonio Pellegrini, den Tiepolo, dem Guarana, dem Zais. Der visuelle Eindruck des Hauses, samt Nebenbauten und Gärten sollte stark sein, er sollte die Besucher und Reisenden mit einer Überdosis an natürlicher und künstlerischer Schönheit, verbunden im architektonischen Bauwerk, überwältigen.